Die Ford Motor Company ruft in den USA 850.318 Fahrzeuge aufgrund eines Defekts an der Niederdruck-Kraftstoffpumpe zurück. Dieser kann zum Abwürgen des Motors während der Fahrt führen und so das Unfallrisiko erhöhen. Die US-amerikanische National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) kündigte den Rückruf an, nachdem Berichte aufgetaucht waren, wonach eine interne Verunreinigung des Kraftstoffpumpensystems die Kraftstoffzufuhr zum Motor beeinträchtigen könnte. Betroffen sind zahlreiche Modelle der Baujahre 2021 bis 2023.

Dazu gehören bestimmte Ford Broncos, Explorer, Mustangs, Expeditions und die Super Duty Trucks der F-Serie (F-150, F-250 SD, F-350 SD, F-450 SD und F-550 SD). Ebenfalls betroffen sind Lincoln Aviators und Navigators der Modelljahre 2021 bis 2022. Das Unternehmen schätzt, dass etwa 10 % der zurückgerufenen Fahrzeuge den Defekt aufweisen dürften. Ford hat bisher keine Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Problem gemeldet. Der Automobilhersteller bestätigte jedoch, mehrere Verbraucherbeschwerden über plötzlichen Leistungsverlust erhalten zu haben.
Der Defekt kann sich vor einem Totalausfall auf verschiedene Weise äußern, beispielsweise durch Fehlzündungen, unruhigen Motorlauf, Leistungsabfall oder das Aufleuchten der Motorkontrollleuchte. Laut NHTSA-Dokumenten treten diese Symptome häufiger bei heißem Wetter oder niedrigem Kraftstoffstand im Tank auf. Während ein Reparaturplan derzeit ausgearbeitet wird, wird Ford betroffene Fahrzeughalter ab Montag, dem 14. Juli, benachrichtigen.
Gefahr des Abwürgens des Motors führt zu großem Rückruf von Ford- und Lincoln-Modellen
Diese ersten Schreiben machen die Kunden auf das potenzielle Sicherheitsrisiko aufmerksam. Sobald eine dauerhafte Lösung gefunden ist, erhalten die Besitzer ein zweites Schreiben mit Hinweisen zur Vereinbarung einer kostenlosen Reparatur bei autorisierten Händlern. Das defekte Bauteil ist Teil des Kraftstofffördermoduls. Der Ausfall ist auf eine interne Verunreinigung zurückzuführen, die laut Ford möglicherweise mit Lieferantenwechseln zusammenhängt, die bei einer Produktionsüberprüfung festgestellt wurden.
Die Ford-Händler wurden Anfang dieser Woche über den Rückruf informiert und sind bereit, entsprechende Serviceanfragen zu bearbeiten, sobald eine Lösung verfügbar ist. Ford empfiehlt Fahrzeugbesitzern, sich an den Kundendienst oder einen Ford- oder Lincoln-Händler in ihrer Nähe zu wenden, um zu bestätigen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. Der Rückruf reiht sich in die lange Liste der sicherheitsrelevanten Maßnahmen ein, die das Unternehmen in den letzten Jahren ergriffen hat. Allein im Jahr 2024 führte Ford mehrere Rückrufe durch, darunter einen, der über 200.000 Fahrzeuge betraf und auf ein Softwareproblem zurückzuführen war, das das Unfallrisiko erhöhte.
Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete Ford in den USA über 1,1 Millionen Fahrzeugverkäufe der Marken Ford und Lincoln. Trotz des Rückrufs hält das Unternehmen weiterhin einen bedeutenden Marktanteil am US-Automobilmarkt. Die Rückrufaktion dürfte die Wahrnehmung der Verbraucher beeinflussen, obwohl Ford sein Engagement für Sicherheit und proaktives Mängelmanagement betont hat. – Von Content Syndication Services.
